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Policy report: German suspension of family reunification for beneficiaries of subsidiary protection

In July 2025, the German government suspended family reunification for beneficiaries of subsidiary protection for two years. The policy report “Family Life on Hold: Germany’s Suspension of Family Reunification for Beneficiaries of Subsidiary Protection after One Year” by IRAP and Caritas Germany gives an interim assessment after one year of the suspension. It is based on IRAP’s experiences of legally representing affected families and a Caritas survey of 292 refugee counselling centres. 

In particular, the report discusses whether affected families have effective access to an individualised case assessment during the suspension, as mandated by the European Court of Human Rights and the German Constitutional Court. It finds that Germany’s procedure for an individualised assessment — the so-called “hardship procedure” — falls far short of its expectations. It sets the criteria for a hardship case unattainably high and prevents access to legal protection through an opaque design of the procedure.

The report concludes with recommendations to ensure more effective access to an individualized case assessment, adjust criteria to the jurisprudence of the European Court of Human Rights and, ultimately, discontinue the family reunification suspension. 

Download the report here (in German).

Praxisbericht: Zwischenbilanz nach einem Jahr Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte

Im Juli 2025 setzte die Bundesregierung den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte für zwei Jahre aus. Der Praxisbericht „Familienleben ausgesetzt: Zwischenbilanz nach einem Jahr Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte” von IRAP und dem Deutschen Caritasverband zieht eine Zwischenbilanz nach einem Jahr der Aussetzung. Er beruht auf Erfahrungen aus IRAPs anwaltlicher Praxis und einer Umfrage des Deutschen Caritasverbands unter 292 Migrationsberatenden. 

Im Fokus des Berichts steht die Frage, ob betroffene Familien während der Aussetzung effektiven Zugang zu einer Prüfung ihres Einzelfalls haben, wie es vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem Bundesverfassungsgericht vorgegeben wurde. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass das deutsche “Härtefallverfahren” zur Einzelfallüberprüfung deutlich hinter den Anforderungen zurückbleibt. Es setzt die Kriterien für einen Härtefall deutlich zu hoch an und verhindert durch eine intransparente Gestaltung des Verfahrens den Zugang zu Rechtsschutz.

IRAP und Caritas empfehlen, einen wirksameren Zugang zu einer individuellen Fallüberprüfung zu gewährleisten, die Härtefallkriterien an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte anzupassen und die Aussetzung des Familiennachzugs nicht zu verlängern.

Hier geht es zum Bericht.